Wirbelsäulenorthopädie
Wirbelsäule operativ und konservativ
Konservative und operative Möglichkeiten :
Die Wirbelsäulenorthopädie umfasst die konservative (nicht operative) und operative Therapie des gesamten Spektrums der Erkrankungen, Verletzungen und Fehlstellungen von Bandscheiben und Wirbelsäule. Rückenbeschwerden werden so lange wie möglich noninvasiv behandelt. Schafft das keine Linderung mehr, ist eine Operation nötig
Stabilisierungsoperationen
Wenn Wirbelkörper durch die Bandscheibe nicht mehr genügend gestützt werden, macht sich das unangenehm bemerkbar. Einerseits kann die Bandscheibe Druck auf das Rückenmark ausüben, was sehr schmerzhaft ist. Anderseits müssen die Facettengelenke wegen der Verkleinerung der Bandscheibe mehr Gewicht tragen, was sehr häufig zu Arthrosen führt. Deshalb sind bei einer Vielzahl von Erkrankungen der Wirbelsäule Stabilisierungen einzelner Wirbelsäulenabschnitte erforderlich.
Waren in der Vergangenheit noch große Hautschnitte notwendig, so reicht heute oftmals ein ca. 4 cm langer Schnitt aus. Diese mikrochirurgischen Wirbelsäulenoperationen werden mit Hilfe eines Hochleistungsmikroskopes durchgeführt. Hierdurch ist ein sehr gewebeschonendes und präzises Operieren möglich. Zur Stabilisation der Halswirbelsäule wird ein kleiner Knochenspan zwischen den Wirbelkörpern eingesetzt und mit einem dünnen Titanplättchen fixiert.
An der Brust- und Lendenwirbelsäule werden bei Stabilisierungsoperationen Titanschrauben eingebracht, die die erkrankten und instabilen Wirbelkörper wieder in die korrekte Stellung bringen und bis zur Ausheilung dort halten.
Minimalinvasive Operationsmethoden
Durch zahlreiche minimalinvasive Operationsmethoden, die in den letzten 10 Jahren entwickelt wurden, sind heutzutage Eingriffe möglich, die vor kurzem noch undenkbar schienen. Operationen, die bislang mit großen Narben und mit langen Nachbehandlungszeiten einhergingen, sind heute durch die sogenannte Knopflochchirurgie (kleine Hautschnitte) deutlich schonender und verträglicher für den Patienten geworden. Hierfür werden, über einen 1 – 4 cm großen Hautschnitt mikrochirurgische Spezialinstrumente eingesetzt.
Was kann behandelt werden:
Bandscheibenvorfälle
Hier werden alle konservativen Behandlungsmethoden sowie minimalinvasive (endoskopische) und mikrochirurgische (mit Operationsmikroskop) Operationstechniken angewendet. Einengungen des Wirbelkanals werden mit modernsten mikrochirurgischen Operationsverfahren behandelt, die die Stabilität der Wirbelsäule erhalten
Instabilitäten der Wirbelsäule
Operationspflichtige Instabilitäten der Wirbelsäule werden mit modernsten OP-Verfahren und Implantaten behandelt.
Rheumabefall der Wirbelsäule
Zerstörung der Bandscheiben und Wirbelgelenke durch entzündliche rheumatische Prozesse und die daraus folgenden Instabilitäten lassen sich heute oft erfolgreich konservativ oder operativ behandeln.
Tumore der Wirbelsäule
Primäre Wirbelsäulentumore und Metastasen werden interdisziplinär behandelt.
Osteoporose der Wirbelsäule
Bei der Osteoporose verlieren die Wirbelkörper ihre Knochensubstanz. Die hierdurch verursachten Rückenschmerzen können in vielen Fällen durch eine Verteroplastie gelindert werden. Durch Knochensubstanzverlust instabile Wirbel werden mit Knochenzementinjektionen stabilisiert, wodurch die Beschwerden des Patienten gelindert werden und Deformitäten vorgebeugt wird.



